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BERLIN.PARIS.MOSKAU.HOLLYWOOD.

Vier Städte. Vier Musiker. Eine Passion.

Das Premier Swingtett um den Max-Raabe-Gitarristen Uli Hoffmeier läd mit seinem neuen Programm zu einer musikalischen Reise durch vier Metropolen ein, die unterschiedlicher und interessanter kaum sein könnten: Amerikanischer Swing trifft auf französische Chansons, russische Seele auf Berliner Herz und Schnauze. Die Gruppe singt und swingt wie selbstverständlich deutsche Tonfilmschlager der 20er und 30er Jahre, französische Musettwalzer, russische Zigeunerromanzen sowie Songs aus dem schier unendlichen Schatz der Filme Hollywoods. In frischen Arrangements und dezent eingestreuten Eigenkompositionen findet die unbändige Spielfreude der Gruppe ebenso geeignete Ausdrucksmöglichkeiten wie in den durch den Abend führenden pointierte Conférencen. Das alles klingt authentisch und überzeugend, weil die Musiker in ihren Städten verwurzelt und mit ihrer „HeimatMusik“ aufgewachsen sind:
Bandleader Uli Hoffmeier ist gebürtiger Berliner und durch seine Arbeit im Palastorchester mit den Liedern aus der Zeit der „Weimarer Republik“ bestens vertraut.
Gitarrist Brad Brose ist der junge „Flinkfinger“ aus Los Angeles, der quasi mit der Muttermilch die Songs des „Great American Songbooks“ aufgesogen hat.
Vladimir Miller hat zu Sowjetzeiten in Moskau Klarinette studiert und zum Glück darüber das Spielen auf dem Akkordeon nicht verlernt.
Edouard Pennes, in Paris geboren und aufgewachsen, spielt den Kontrabass und bringt die Band noch stärker zum swingen und kochen als je zuvor.

Swing Varieté

Varieté ist Abwechslung und Vielfalt, Swing der Ausdruck purer Lebenslust und -freude. Das Berliner Premier Swingtett verbindet beides zu einem knalligbunten Treiben auf der Bühne, würzt mit pointierten Conférencen und fügt damit wieder zusammen, was ursprünglich zusammen gehörte: Jazz und Unterhaltung. Die Gruppe singt und swingt zunächst ganz harmlos deutsche Tonfilmschlager der 20er und 30er Jahre wie wir sie von Marlene Dietrich, den Comedian Harmonists oder Heinz Rühmann kennen. Die bekannten Melodien werden instrumental frisch intoniert oder frech gesungen und in jeder Note spürt man den Spaß der Musiker an den pfiffigen Arrangements und der augenzwinkernden Ironie. Doch schon tauchen die ersten Kuriositäten auf: Tuba und Banjo, Megafone und Maultrommeln. Und eh das Publikum sich versieht, scattet es um die Wette und amüsiert sich über die absurd-komischen oder albern-hintergründigen Texte von Jazzschlagern, die dann vermehrt von der Gruppe selbst stammen. Zwischendurch wird in das Paris der 20er Jahre entführt, wo unweit des heutigen Flohmarktes an der Port de Clignancourt der Gitarrist Django Reinhardt in einer Wagenburg aufwuchs. Ein Musettwalzer schwingt durch das angedeutete Straßencafé und weckt Assoziationen und Appetit: einen „Rouge, s’il vous plait!“ Im weiteren Verlauf des Abends ist der feine Zwirn abgelegt, die E-Gitarre ausgepackt und die Zeit reif für artistische Einlagen. Eine Geige wird auf unmögliche Arten gespielt und bearbeitet. Während rasender Läufe wild synkopierter Triolen wechseln die Musiker von einem Instrument zum nächsten und stellen eine wirkliche Viel“saitig“keit zur Schau, die ihresgleichen sucht. Jetzt noch „wat für’t Jefühl“, wie der Berliner zu sagen pflegt: zu einer verträumten Melodie erinnern jonglierte Tücher an das einfache Glück spielender Kinder mit Seifenblasen. Melancholisch singt eine Säge voll Sehnsucht und Fernweh und etabliert sich gleichzeitig als vollwertiges Jazzinstrument. Nicht lange und das Publikum ist wieder mitten im Geschehen, schnipst mit im Groove und begeistert sich an der Tanzdarbietung des „Stepptänzers“ Joe Bengels, einer Holzpuppe mit eigener, kleiner Bühne. So mühelos die Gruppe versunkene Schätze des Varietés „en miniature“ auf die Bühne zaubert und damit an die Blütezeit dieser Unterhaltungsform in Pariser oder Berliner Etablissements erinnert, so zupackend ist ihr Gypsy-Swing als musikalisches Fundament. Die Gute-Laune-Musik geht sofort in Bauch und Bein während anspielungsreiche Texte voll Nonsens, Galgenhumor und mitunter auch Trost die Köpfe und Herzen nicht unberührt läßt.

Django To Go

Neben vielen Klassikern des „Quintette du Hot Club de France“ wie z.B. Minor Swing, Nuages, Djangology spielt das Premier Swingtett auch eine Auswahl von Musettewalzern, die sie von Ihren Konzerttourneen durch Südfrankreich mitgebracht haben. Selbstverständlich darf der einzige deutsche Titel, den Django je aufgenommen hat: „Bei Dir war es immer so schön“ von Theo Mackeben nicht fehlen.